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Konzept "Soziale Sicherung und gesellschaftliche Integration" |
| (Bestandteil des Grundkonzepts) |
| 1. Ausgangslage |
| Voraussetzung für die gemäss Grundkonzept angestrebte gesellschaftliche Partizi-pation respektive
Integration der Jugendlichen ist ihre soziale Sicherung.
Seit Jahrzehnten ist das Jugendhaus der einzige offene Jugendtreff in Winterthur, der sich spezifisch
an ältere Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 25 Jahren richtet. Das Jugendhaus
bietet am Abend eine notwendige Alter-native zu Konsum orientierten oder kommerziellen Lokalen. Die
über Jahre stets ho-he Zahl von Jugendlichen, die das Jugendhaus als "Stammgäste" besuchen, be-weist,
dass ein stationärer, zentral gelegener Treff mit regelmässigen Öffnungszei-ten, einem klaren Bedürfnis
älterer Jugendlicher entspricht.
Das Jugendhaus ist ein wichtiger Sozialraum insbesondere für Jugendliche, die wenig Geld zur Verfügung
haben. Oft sind es Jugendliche in problematischen Lebens-lagen, die mit persönlichen Schwierigkeiten und
strukturellen Benachteiligungen zu kämpfen haben. Ihre gesellschaftliche Partizipation ist erschwert. Ein
Blick auf die gesellschaftliche Realität zeigt, dass auch in Zukunft viele Jugendliche vor dieser Problematik
stehen werden.
Die langjährige Erfahrung beweist, dass gerade diese Jugendlichen mit einem nie-derschwelligen, offenen
Treffangebot erreicht werden können. Wichtiger Bestandteil des Treffangebots ist die professionelle,
direkte Beziehungsarbeit mit den Jugendli-chen. Dies ist die Voraussetzung, um eine bedarfsgerechte
Unterstützung gewährlei-sten zu können. |
| 2. Werte |
| Respekt, Toleranz und Verantwortung sind die seit Jahren bewährten Werte im Ju-gendhaus. Diese Werte
bilden ein ideales Lernfeld, um Selbstverantwortung und so-ziale Kompetenzen üben und erlernen zu können. |
| 3. Zielgruppe |
| Das offene Treffangebot richtet sich an ältere Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis und mit
25 Jahren. |
| 4. Angebote und Infrastruktur |
| Die spezifischen Angebote für die soziale Sicherung und gesellschaftliche Integration richten
sich hauptsächlich an Jugendliche mit schlechten Zukunftsperspektiven und erschwerten gesellschaftlichen
Integrationsmöglichkeiten. Die Angebote und die In-frastruktur berücksichtigen die Bedürfnisse der
Jugendlichen und den Genderaspekt. |
| 5. Ziele |
- Förderung der Berufsintegration.
- Förderung von kognitiven und sozialen Schlüsselkompetenzen.
- Förderung sozialer und ethischer Werte.
- Lernen des Umgangs mit Geld und Konsumgütern.
- Förderung der Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Geschlechter.
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| 6. Methode |
- Anbieten von Raum mit regelmässigen Öffnungszeiten als Sozialraum für Jugend-liche.
- Niederschwelliger Zugang zum Jugendhaus und seinen Angeboten.
- Anbieten von Informations- und Unterstützungsangeboten
- Direkte Beziehungsarbeit durch Fachpersonen unter anderem als zentrales Mittel zur Bedürfnisklärung.
- Ressourcen- und lebensweltorientiertes Arbeiten mit Jugendlichen. Hilfe zur Selbsthilfe fördern.
- Thematisieren und Einfordern der Werte Respekt, Toleranz und Verantwortung.
- Schaffen von spezifischen Lernfeldern, um soziale Schlüsselkompetenzen zu för-dern. Anregen und Ermöglichen von Diskussionen und Auseinandersetzungen.
- Auseinandersetzung mit geschlechtstypischen Rollenbildern.
- Gezielte Prävention.
- Vermittlung von Jugendlichen an andere Fachstellen (Triagefunktion).
- Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit.
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| 7. Verantwortung |
| Die Verantwortung liegt beim Leitungsteam des Jugendhauses. Für das Gewährlei-sten der
regelmässigen Öffnungszeiten wird es von zwei Aushilfsstellen unterstützt. |
| 8. Finanzierung |
| Die finanziellen Mittel, um die in diesem Konzept festgehaltenen Ziele zu erreichen, müssen
im Rahmen der Jahresbudgetierung zur Verfügung gestellt werden. |
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| Das Konzept als PDF Download
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